Benötigte Software im LiFi-Projekt
Die fünf Programme, die vor der ersten Zeile Code auf eurem Laptop sein müssen, wozu jedes da ist, und wie ihr sie installiert: das erste von Hand, den Rest mit eurem KI-Assistenten.
Teil der Lektion Eure Ausrüstung
Fünf Programme müssen auf eurem Laptop sein, bevor ihr die erste Zeile Code schreibt. Alle sind kostenlos, und alle laufen unter Windows und macOS. Nur das erste installiert ihr von Hand, bei den anderen vier hilft euch euer KI-Assistent.
| Programm | Wofür ihr es braucht | Wo es das gibt |
|---|---|---|
| OpenCode | euer KI-Assistent | opencode.ai/download |
| Python | die Sprache, in der ihr programmiert | python.org |
| Visual Studio Code | der Editor, in dem ihr schreibt | code.visualstudio.com |
| Brick Daemon | verbindet eure Hardware mit dem Laptop | Downloads bei Tinkerforge |
| Brick Viewer | zeigt, ob die Hardware erkannt wird, und hilft bei der Fehlersuche | Downloads bei Tinkerforge |
Dazu kommt das Kursmodul lifi_hardware, über das eure Programme mit eurem
Gerät sprechen. Es ist mit einem einzigen Befehl installiert und bringt die
Bibliothek von Tinkerforge mit; was es kann, steht in Das Kursmodul lifi_hardware. Einen
Überblick über den ganzen Aufbau, vom Gerät bis zur grünen LED, geben die
Folien Folien: First Light.
Was jedes Programm macht
OpenCode ist der KI-Assistent. Er liest und ändert die Dateien in eurem Kursordner, führt Befehle für euch aus, wenn ihr es erlaubt, und kennt diesen Kurs.
Python ist die Sprache, in der ihr Sender und Empfänger schreibt. Sie liest sich fast wie Englisch, was sie zu einer guten ersten Sprache macht, aber sie ist kein Spielzeug: Python gehört zu den meistgenutzten Sprachen überhaupt, in der Datenanalyse, der künstlichen Intelligenz, der Automatisierung, im wissenschaftlichen Rechnen und in einem großen Teil des Webs. Was ihr hier lernt, könnt ihr anderswo sofort weiterverwenden.
Visual Studio Code ist der Editor. Hier schreibt ihr euren Code, seht eure Dateien und habt das Terminal, in dem ihr eure Programme startet.
Brick Daemon ist ein Hintergrundprogramm. Es läuft unsichtbar und übersetzt zwischen der Hardware am USB-Anschluss und euren Python-Programmen; ohne es findet euer Programm das Gerät nicht. Wenn eines Tages gar nichts mehr geht, ist „Läuft der Brick Daemon überhaupt?“ eine der ersten Fragen.
Brick Viewer ist ein Fenster auf eure Hardware. Er zeigt, welche Teile erkannt werden, lässt euch die LED von Hand schalten und die Sensorwerte mitlaufen, ganz ohne eine Zeile eigenen Code. Für die Fehlersuche ist er Gold wert: Funktioniert es im Brick Viewer, liegt der Fehler in eurem Programm, und funktioniert es dort nicht, liegt er irgendwo davor.
Git braucht ihr nicht. Es ist ein Werkzeug, um Versionen von Dateien zu verfolgen, und wer es schon kennt, kann damit den Kursordner holen statt der ZIP-Datei; wie das geht, steht unten bei den Alternativen.
Installation Schritt für Schritt
Die Installation hat zwei Teile. Im ersten Teil erledigt ihr drei Dinge von
Hand, das Minimum, das euer Assistent zum Laufen braucht. Im zweiten Teil
übernimmt der Assistent: Mit dem Befehl /onboarding installiert er gemeinsam
mit euch den Rest und prüft jeden Schritt auf eurem Laptop. Jeder Schritt des
zweiten Teils ist hier auch von Hand beschrieben, damit ihr nachschlagen oder
ihn selbst ausführen könnt.
Teil 1: bis euer Assistent läuft
1. OpenCode
Ladet die Desktop-App von opencode.ai/download herunter und installiert sie wie jedes andere Programm.
- Windows: Ladet den Windows-Installer herunter, startet ihn und folgt den Schritten.
- macOS: Ladet die Version für euren Mac herunter, Apple Silicon, wenn euer Mac einen M-Chip hat, sonst Intel. Das seht ihr unter Apple-Menü > Über diesen Mac: Die Zeile Chip sagt Apple M1, M2 und so weiter. Öffnet die geladene Datei und zieht OpenCode in den Ordner Programme.
Wer lieber im Terminal arbeitet, findet unten bei den Alternativen eine Terminal-Fassung.
2. Der Kursordner
Der Kursordner enthält alles, was euer Assistent über dieses Projekt wissen muss, und ihr arbeitet für das ganze Projekt darin.
- Öffnet github.com/winf-hsos/lifi-project, klickt auf den grünen Knopf Code und dann auf Download ZIP. Oder ladet ihn direkt: lifi-project-main.zip.
- Entpackt die ZIP-Datei: unter Windows mit einem Rechtsklick auf Alle extrahieren und Bestätigen, unter macOS mit einem Doppelklick.
- Jetzt habt ihr einen Ordner
lifi-project-main. Verschiebt ihn an einen Ort, an dem ihr ihn wiederfindet, etwa in eure Dokumente. Ihr dürft ihn inlifi-projectumbenennen.
Im Ordner seht ihr:
my-code: euer Ordner. Alles, was ihr schreibt, kommt hierher, und eure Kopie jeder Challenge landet hier.course: das Kursmaterial. Euer Assistent liest es, ihr ändert es nicht.- ein paar weitere Dateien für OpenCode, die ihr übergehen könnt.
3. Ordner öffnen und starten
Startet OpenCode. Auf der Startseite seht ihr links eine Liste Projects.
- Kursordner hinzufügen. Klickt auf das kleine Ordnersymbol mit dem Plus
neben Projects (sein Tooltip sagt Add project). Im Fenster, das sich
öffnet, wählt ihr euren Kursordner,
lifi-project-mainoderlifi-project, und klickt Select Folder. Er steht jetzt in der Liste der Projekte. - Sitzung starten. Klickt auf New session. Unter dem Eingabefeld seht ihr das Modell, das euer Kursordner für euch ausgewählt hat: das Kursmodell von OpenAI. Es braucht den Kursschlüssel, und der kommt als Nächstes.
Der Kursschlüssel ist eine lange Zeichenfolge, die ihr in eurem Kurs bekommt. Ihr tragt ihn in OpenCode ein: Klickt unter der Liste der Projekte auf Settings, dann links auf Providers. Beim Anbieter, für den der Schlüssel gilt, klickt ihr auf + Connect (steht er nicht in der Liste, zuerst auf Show more providers), wählt API key und fügt ihn ein.
Teil 2: euer Assistent übernimmt
Tippt in der neuen Sitzung
/onboarding
und drückt Enter. Euer Assistent stellt euch drei kurze Fragen und
installiert dann mit euch den Rest, einen Schritt nach dem anderen: Python,
Visual Studio Code, Brick Daemon und Brick Viewer und das Kursmodul
lifi_hardware. Bevor er etwas installiert, sagt er, was er vorhat, und
wartet auf euer OK. Am Ende testet er euer Gerät: Eure LED leuchtet grün, und
der Sensor meldet seine ersten Messwerte.
Die folgenden Anleitungen braucht ihr dafür nicht; sie beschreiben dieselben Schritte von Hand.
Python
Windows: Ladet den Installer von python.org/downloads herunter und startet ihn.
Zum Prüfen öffnet ihr die Eingabeaufforderung und tippt
python --version
Es sollte eine Versionsnummer erscheinen, etwa Python 3.13.1.
macOS: Auf dem Mac ist ein älteres Python vorinstalliert, das ihr aber nicht benutzen solltet. Ladet den Installer von python.org/downloads herunter und startet ihn. Zum Prüfen öffnet ihr das Terminal und tippt
python3 --version
Es sollte eine Versionsnummer erscheinen, etwa Python 3.13.1. Merkt euch:
Auf dem Mac heißt der Befehl python3, nicht python.
Visual Studio Code
Ladet den Editor von code.visualstudio.com
herunter und installiert ihn. Unter Windows geht auch
winget install --id Microsoft.VisualStudioCode -e in einem Terminal; so
macht es euer Assistent. Wenn ihr später eure erste Python-Datei öffnet, bietet
VS Code an, die Python-Erweiterung zu installieren. Nehmt an.
Zwei Dinge solltet ihr gleich ausprobieren:
- Einen Ordner öffnen über Datei > Ordner öffnen. VS Code arbeitet immer mit einem Ordner, nicht mit einzelnen Dateien.
- Ein Terminal öffnen über Terminal > Neues Terminal. Dieses Fenster unten im Editor ist die Kommandozeile, in der ihr eure Programme startet.
Öffnet danach euren Kursordner in VS Code. Eure Programme schreibt ihr in
my-code.
Brick Daemon und Brick Viewer
Beide gibt es auf der
Download-Seite von Tinkerforge.
Ladet die Fassung für euer Betriebssystem herunter und installiert sie: unter
Windows zwei .exe-Installer, unter macOS zwei .dmg-Pakete, die ihr
öffnet und in den Ordner Programme zieht.
Der Brick Daemon startet danach von selbst und läuft als Hintergrunddienst weiter. Ihr seht ihn nicht, und das ist normal.
Das Kursmodul lifi_hardware
Darüber sprechen eure Python-Programme mit der Hardware. /onboarding
installiert es für euch; von Hand geht es in einem Terminal so:
pip install https://github.com/winf-hsos/lifi-hardware/archive/refs/heads/main.zip
Auf dem Mac nehmt ihr nötigenfalls pip3 statt pip. Das Paket bringt die
Bibliothek von Tinkerforge mit, die ihr deshalb nicht eigens installiert.
Prüfen, ob alles zusammenspielt
Schließt ein Gerät über USB an und startet den Brick Viewer. Erscheint dort euer Master Brick mit der LED und dem Farbsensor, ist die Installation vollständig. Klickt euch durch und schaltet die LED von Hand ein. Das ist noch kein Programmieren, aber der Beweis, dass alles mit allem spricht.
Aktualisierungen holen
Im Lauf des Projekts kommt neues Material dazu: neue Vorlagen, neue Seiten,
manchmal eine neue Fassung von lifi_hardware. Wenn es in eurem Kurs heißt,
dass es Neues gibt, tippt ihr in OpenCode /update-semester. Euer Assistent
holt dann die neueste Fassung des Kursordners. Euer Ordner my-code bleibt
dabei unberührt; alles andere wird durch die Fassung des Kurses ersetzt, also
ändert es nicht. Eine Ausnahme gibt es, wenn eine Challenge eine neue Form
bekommt: Dann setzt das Update ihren Ordner in my-code einmal zurück, die
alten Vorlagen fallen weg und die Anleitung wird ersetzt, während Dateien mit
eigenen Namen bleiben.
Alternativen
Der Kursordner mit Git
Wer Git kennt, kann den Kursordner klonen, statt die ZIP-Datei zu laden. Zuerst braucht ihr Git:
- Windows: Ladet Git von git-scm.com/downloads
herunter und installiert es; die Voreinstellungen des Installers könnt ihr
durchweg übernehmen. Dabei kommt auch Git Bash mit, ein Terminal, das
ihr für die Terminal-Fassung von OpenCode braucht. Zum Prüfen schließt ihr
VS Code ganz und öffnet es wieder (ein gerade installiertes Programm sieht
VS Code erst nach einem Neustart), öffnet ein Terminal und tippt
git --version. - macOS: Tippt im Terminal einfach
git --version. Fehlt Git, bietet macOS von selbst an, die Command Line Tools zu installieren; nehmt an und wartet, bis es fertig ist. Alternativ geht es über Homebrew mitbrew install git.
Dann in einem Terminal:
git clone https://github.com/winf-hsos/lifi-project.git
Alles Weitere funktioniert genauso, und /update-semester merkt, dass euer
Ordner ein Git-Klon ist. Eine Regel gilt: In diesem Ordner nicht committen.
Die Aktualisierung setzt ihn auf die Fassung des Kurses zurück und entfernt
dort gemachte Commits. Eure eigene Arbeit in my-code verfolgt Git nicht, sie
bleibt unberührt.
OpenCode im Terminal
Statt der Desktop-App könnt ihr OpenCode in einem Terminal benutzen, etwa in dem von VS Code.
Windows: Macht zuerst einmalig Git Bash zum Standardterminal von VS
Code: Strg+Umschalt+P drücken, Terminal: Select Default Profile tippen,
Enter drücken und Git Bash wählen. OpenCode läuft nur in diesem Terminal,
und so ist jedes neue Terminal eine Git Bash. Öffnet dann ein neues Terminal
(Terminal > Neues Terminal) und tippt:
curl -fsSL https://opencode.ai/install | bash
macOS: Im Terminal von VS Code:
curl -fsSL https://opencode.ai/install | bash
Alternativ geht es über Homebrew mit
brew install sst/tap/opencode.
Zum Prüfen öffnet ihr ein neues Terminal und tippt opencode --version; es
sollte eine Versionsnummer erscheinen. Wechselt dann im Terminal in euren
Kursordner und startet OpenCode mit opencode. Den Schlüssel tragt ihr dort
mit dem Befehl /connect ein.
Wenn etwas nicht funktioniert
Diese Fragen helfen am häufigsten:
- Läuft der Brick Daemon? Ohne ihn findet kein Programm die Hardware.
- Zeigt der Brick Viewer euer Gerät? Wenn nicht, liegt der Fehler vor eurem Code. Zieht das USB-Kabel ab und steckt es wieder ein: Das heilt erstaunlich viele Fälle.
- Benutzt ihr
pythonoderpython3,pipoderpip3? Auf dem Mac ist es fast immer die Variante mit der 3.
Oder bittet euren Assistenten, eure Einrichtung zu prüfen. Er führt denselben
Test aus wie bei /onboarding und sagt euch, was fehlt.
Details
- Niveau
- Einstieg
- Module
- Digitalisierung und Programmierung
- Code
2165- Stand
- 4. November 2026
- Status
- veröffentlicht