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Lektion15 Min.

Virtuelle Python-Umgebungen

Eine virtuelle Umgebung ist ein Ordner in deinem Projekt mit einem eigenen Python und eigenen Paketen. So braucht jedes Projekt nur, was es selbst installiert, und Projekte kommen sich nicht in die Quere.

Themen:Mit dem Computer arbeitenProgrammieren mit Python

Vorher ansehen: Ein Python-Programm in der Kommandozeile starten

Was du lernst

In dieser Lektion richtest du für ein Projekt eine eigene Python-Umgebung ein und kannst danach:

  • erklären, welches Problem eine virtuelle Umgebung löst
  • mit python -m venv .venv eine Umgebung im Projektordner anlegen
  • die Umgebung in der PowerShell und auf dem Mac aktivieren und mit deactivate wieder verlassen
  • am Prompt erkennen, ob eine Umgebung aktiv ist
  • mit pip Pakete in die Umgebung installieren und mit requirements.txt festhalten, welche ein Projekt braucht

Python bringt viel mit, aber für vieles greifst du auf Pakete zurück, die andere geschrieben haben: requests für Anfragen ans Netz, pandas für Tabellen, matplotlib für Grafiken. Installiert werden sie mit pip, dem Paketmanager von Python. Ohne weitere Vorkehrung landen sie dabei in der einen Python-Installation deines Rechners, die alle deine Projekte teilen.

Das Problem: alle Projekte teilen sich alles

Das geht so lange gut, bis zwei Projekte Verschiedenes brauchen. Ein altes Projekt läuft nur mit einer älteren Fassung eines Pakets, ein neues braucht die aktuelle. Installierst du für das neue Projekt die aktuelle, funktioniert das alte nicht mehr. Außerdem sammeln sich mit der Zeit Pakete an, von denen niemand mehr weiß, welches Projekt sie braucht.

Eine virtuelle Umgebung (englisch virtual environment, kurz venv) löst beides. Sie ist ein Ordner im Projekt, der ein eigenes Python und einen eigenen Platz für Pakete enthält. Was du installierst, während sie aktiv ist, landet nur dort.

Jedes Projekt hat seine eigene Umgebung mit seinen eigenen Paketen; die Installation des Rechners bleibt unberührt.

Eine Umgebung anlegen

Wechsle in den Projektordner und lass Python die Umgebung anlegen. Der Ordner heißt üblicherweise .venv:

python -m venv .venv
python3 -m venv .venv

-m venv heißt: Führe das Modul venv aus, das zu Python gehört. Danach liegt im Projekt ein Ordner .venv mit einigen Tausend Dateien. Hineinsehen musst du nicht, und von Hand ändern solltest du darin nichts.

Aktivieren und verlassen

Damit python und pip die Umgebung benutzen, aktivierst du sie, und zwar in jedem neuen Fenster der Kommandozeile wieder:

.venv\Scripts\Activate.ps1
source .venv/bin/activate

Der Prompt beginnt jetzt mit (.venv). Solange das dasteht, ist die Umgebung aktiv, und auch auf dem Mac heißt der Befehl darin einfach python. Mit deactivate verlässt du sie wieder.

Pakete installieren

In der aktiven Umgebung installierst du Pakete mit pip. pip list zeigt, was installiert ist:

pip install requests
pip list

Die Umgebung selbst gibst du nicht weiter und legst sie auch nicht in die Cloud, denn sie ist groß und passt nur auf deinen Rechner. Weiter gibst du die Liste der Pakete. pip freeze schreibt sie in eine Datei, und wer das Projekt bekommt, legt eine eigene Umgebung an und installiert daraus genau dieselben Fassungen:

pip freeze > requirements.txt
pip install -r requirements.txt

Geht etwas schief, löschst du .venv einfach und legst die Umgebung neu an; mit requirements.txt ist sie in einer Minute wiederhergestellt.

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Details
Niveau
Grundlagen
Module
Digitalisierung und Programmierung
In Lernpfaden
Die Kommandozeile
Code
2938
Stand
1. November 2026
Status
veröffentlicht

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