Die Kommandozeile
In der Kommandozeile sagst du dem Rechner mit getippten Befehlen, was er tun soll. Du öffnest sie unter Windows als PowerShell und auf dem Mac als Terminal und lernst, wie ein Befehl aufgebaut ist.
Vorher ansehen: Dateien und Ordner
Was du lernst
In dieser Lektion öffnest du zum ersten Mal die Kommandozeile und kannst danach:
- erklären, was die Kommandozeile ist und warum Programmierende sie benutzen
- unter Windows die PowerShell und auf dem Mac das Terminal öffnen
- am Prompt ablesen, in welchem Ordner du gerade bist
- einen Befehl in Befehlsname und Argumente zerlegen
- mit
pwdden aktuellen Ordner und mitlsseinen Inhalt anzeigen
Im Explorer oder im Finder klickst du auf Symbole, um Ordner zu öffnen und Dateien zu verschieben. Dieselben Dinge kannst du auch mit getippten Befehlen erledigen: Du schreibst eine Zeile, drückst Enter, und der Rechner antwortet mit einer Zeile Text. Dieses Fenster heißt Kommandozeile, auf Englisch command line, oder nach dem Fenster, in dem sie läuft, Terminal. Das Programm darin, das deine Befehle liest und ausführt, heißt Shell: unter Windows die PowerShell, auf dem Mac die zsh.
Warum tippen statt klicken?
Für einzelne Dateien ist die Maus oft schneller. Die Kommandozeile hat aber drei Vorteile, die beim Programmieren zählen. Viele Werkzeuge gibt es nur dort, auch Python selbst: Ein Programm, das du schreibst, startest du am einfachsten mit einem Befehl. Befehle lassen sich aufschreiben, wiederholen und an andere weitergeben, Klickfolgen kaum. Und auf Servern, auf denen später deine Programme laufen, gibt es oft gar keine Fenster, nur die Kommandozeile.
Die Kommandozeile öffnen
- Windows: Drücke die Windows-Taste, tippe
PowerShellund öffne Windows PowerShell. Unter Windows 11 findest du sie auch im Terminal, das mit einer PowerShell startet. - Mac: Drücke Cmd+Leertaste, tippe
Terminalund drücke Enter. Du findest das Programm auch im Finder unter Programme → Dienstprogramme.
Es öffnet sich ein Fenster mit wenig mehr als einer Zeile, die auf deine Eingabe wartet. Diese Zeile heißt Prompt.
Der Prompt sagt dir, wo du bist
Der Prompt endet unter Windows mit > und auf dem Mac mit %. Davor steht
der Ordner, in dem du gerade arbeitest, das aktuelle Verzeichnis. Unter
Windows ist das zum Beispiel PS C:\Users\anna>, auf dem Mac
anna@MacBook ~ %. Die Tilde ~ ist die Abkürzung für deinen Benutzerordner,
auf dem Mac also /Users/anna.
Das aktuelle Verzeichnis ist wichtig, weil sich jeder relative Pfad darauf bezieht. Nach dem Öffnen bist du immer in deinem Benutzerordner.
Aufbau eines Befehls
Ein Befehl beginnt mit seinem Namen, danach folgen, durch Leerzeichen
getrennt, seine Argumente: das, worauf der Befehl wirken soll. Probiere
die beiden ersten Befehle aus. pwd steht für print working directory und
gibt das aktuelle Verzeichnis aus:
pwd
ls steht für list und zeigt, was im aktuellen Verzeichnis liegt:
ls
Gibst du ls einen Ordner als Argument mit, zeigt es dessen Inhalt, ohne dass
du dorthin wechseln musst:
ls Documents
Die Ausgabe sieht in der PowerShell ausführlicher aus als auf dem Mac, weil sie
zu jedem Eintrag auch Art, Datum und Größe nennt. In der ersten Spalte steht
ein d (directory) für jeden Ordner.
Zwei Helfer, die dir viel Tippen ersparen
- Die Pfeiltaste nach oben holt den letzten Befehl zurück, mehrmaliges Drücken die davor. So wiederholst du einen Befehl oder korrigierst einen Tippfehler, ohne alles neu zu schreiben.
- Die Tabulatortaste ergänzt Namen: Tippe
ls Docund drücke Tab, und die Shell schreibt den Rest vonDocumentsselbst. Die PowerShell setzt dabei.\davor, was „im aktuellen Ordner“ heißt und nichts ändert.
Mit clear räumst du das Fenster auf, wenn es zu voll wird; deine Dateien
bleiben davon unberührt.
Darauf baut auf
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Details
- Niveau
- Einstieg
- Module
- Digitalisierung und Programmierung
- In Lernpfaden
- Die Kommandozeile
- Code
7166- Stand
- 1. November 2026
- Status
- veröffentlicht