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Lektion15 Min.

Die Kommandozeile

In der Kommandozeile sagst du dem Rechner mit getippten Befehlen, was er tun soll. Du öffnest sie unter Windows als PowerShell und auf dem Mac als Terminal und lernst, wie ein Befehl aufgebaut ist.

Themen:Mit dem Computer arbeiten

Vorher ansehen: Dateien und Ordner

Was du lernst

In dieser Lektion öffnest du zum ersten Mal die Kommandozeile und kannst danach:

  • erklären, was die Kommandozeile ist und warum Programmierende sie benutzen
  • unter Windows die PowerShell und auf dem Mac das Terminal öffnen
  • am Prompt ablesen, in welchem Ordner du gerade bist
  • einen Befehl in Befehlsname und Argumente zerlegen
  • mit pwd den aktuellen Ordner und mit ls seinen Inhalt anzeigen

Im Explorer oder im Finder klickst du auf Symbole, um Ordner zu öffnen und Dateien zu verschieben. Dieselben Dinge kannst du auch mit getippten Befehlen erledigen: Du schreibst eine Zeile, drückst Enter, und der Rechner antwortet mit einer Zeile Text. Dieses Fenster heißt Kommandozeile, auf Englisch command line, oder nach dem Fenster, in dem sie läuft, Terminal. Das Programm darin, das deine Befehle liest und ausführt, heißt Shell: unter Windows die PowerShell, auf dem Mac die zsh.

Warum tippen statt klicken?

Für einzelne Dateien ist die Maus oft schneller. Die Kommandozeile hat aber drei Vorteile, die beim Programmieren zählen. Viele Werkzeuge gibt es nur dort, auch Python selbst: Ein Programm, das du schreibst, startest du am einfachsten mit einem Befehl. Befehle lassen sich aufschreiben, wiederholen und an andere weitergeben, Klickfolgen kaum. Und auf Servern, auf denen später deine Programme laufen, gibt es oft gar keine Fenster, nur die Kommandozeile.

Die Kommandozeile öffnen

  • Windows: Drücke die Windows-Taste, tippe PowerShell und öffne Windows PowerShell. Unter Windows 11 findest du sie auch im Terminal, das mit einer PowerShell startet.
  • Mac: Drücke Cmd+Leertaste, tippe Terminal und drücke Enter. Du findest das Programm auch im Finder unter Programme → Dienstprogramme.

Es öffnet sich ein Fenster mit wenig mehr als einer Zeile, die auf deine Eingabe wartet. Diese Zeile heißt Prompt.

Links die PowerShell unter Windows, rechts das Terminal auf dem Mac: Der Prompt sieht anders aus, der Befehl ist derselbe.

Der Prompt sagt dir, wo du bist

Der Prompt endet unter Windows mit > und auf dem Mac mit %. Davor steht der Ordner, in dem du gerade arbeitest, das aktuelle Verzeichnis. Unter Windows ist das zum Beispiel PS C:\Users\anna>, auf dem Mac anna@MacBook ~ %. Die Tilde ~ ist die Abkürzung für deinen Benutzerordner, auf dem Mac also /Users/anna.

Das aktuelle Verzeichnis ist wichtig, weil sich jeder relative Pfad darauf bezieht. Nach dem Öffnen bist du immer in deinem Benutzerordner.

Aufbau eines Befehls

Ein Befehl beginnt mit seinem Namen, danach folgen, durch Leerzeichen getrennt, seine Argumente: das, worauf der Befehl wirken soll. Probiere die beiden ersten Befehle aus. pwd steht für print working directory und gibt das aktuelle Verzeichnis aus:

pwd

ls steht für list und zeigt, was im aktuellen Verzeichnis liegt:

ls

Gibst du ls einen Ordner als Argument mit, zeigt es dessen Inhalt, ohne dass du dorthin wechseln musst:

ls Documents

Die Ausgabe sieht in der PowerShell ausführlicher aus als auf dem Mac, weil sie zu jedem Eintrag auch Art, Datum und Größe nennt. In der ersten Spalte steht ein d (directory) für jeden Ordner.

Zwei Helfer, die dir viel Tippen ersparen

  • Die Pfeiltaste nach oben holt den letzten Befehl zurück, mehrmaliges Drücken die davor. So wiederholst du einen Befehl oder korrigierst einen Tippfehler, ohne alles neu zu schreiben.
  • Die Tabulatortaste ergänzt Namen: Tippe ls Doc und drücke Tab, und die Shell schreibt den Rest von Documents selbst. Die PowerShell setzt dabei .\ davor, was „im aktuellen Ordner“ heißt und nichts ändert.

Mit clear räumst du das Fenster auf, wenn es zu voll wird; deine Dateien bleiben davon unberührt.

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Details
Niveau
Einstieg
Module
Digitalisierung und Programmierung
In Lernpfaden
Die Kommandozeile
Code
7166
Stand
1. November 2026
Status
veröffentlicht

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