Experiment 2: Eure Spiele als Vektoren
Ihr spielt das Drei-Türen-Spiel am Rechner, haltet eure Spiele als vier Vektoren in R fest und beantwortet mit je einer Zeile, wie oft die erste Wahl stimmte und wie oft Bleiben und Wechseln gewinnen.
Was du lernst
In diesem Experiment bringst du mit deinem Team eure Spiele nach R und kannst danach:
- die Spiele eines Experiments als Vektoren gleicher Länge festhalten
- mit Vergleichen einen logischen Vektor wie
wonbilden - mit
mean()Anteile aus einem logischen Vektor berechnen - mit eckigen Klammern nur die Stellen eines Vektors auswählen, die eine Bedingung erfüllen
In der ersten Phase habt ihr festgelegt, was ihr von jedem Spiel festhaltet: hinter welcher Tür das Auto stand, welche Tür zuerst gewählt wurde, welche der Moderator geöffnet hat und ob die Person geblieben ist oder gewechselt hat. Jetzt bekommen diese vier Angaben ihre Form in R. Viele Spiele lassen sich als vier Vektoren aufschreiben, einer je Angabe, in denen die erste Stelle immer zum ersten Spiel gehört, die zweite zum zweiten und so weiter. Die Folien zeigen an genau diesen vier Angaben, wie R Vektoren hält.
Spielen
Spielt im Drei-Türen-Spiel mindestens zwanzig Spiele und wechselt euch dabei ab. Entscheidet nicht immer gleich, sondern bleibt ungefähr in der Hälfte der Spiele und wechselt in der anderen. Das Spiel schreibt jede Runde mit und zeigt sie auf Wunsch als R-Code, einen Vektor je Angabe. Speichert eure Spiele außerdem als CSV und als RDS; die Dateien braucht ihr in der nächsten Phase.
Auswerten
Unten stehen zehn Beispielspiele. Ersetzt sie durch eure eigenen: Kopiert den R-Code aus dem Spiel und fügt ihn statt der vier Zeilen ein.
Aufgabe: Beantwortet mit R, jede Frage mit einer Zeile unter den Vektoren:
- Wie oft lag die erste Wahl schon richtig, als Anteil aller Spiele?
- Welche Spiele wurden gewonnen? Legt dafür einen Vektor
wonmitTRUEoderFALSEan. Gewonnen hat, wer geblieben ist und gleich richtig lag, oder wer gewechselt hat und zuerst falsch lag. - Wie viel Prozent aller Spiele wurden gewonnen?
- In wie viel Prozent der Spiele ist die Person geblieben?
- Wie oft gewinnt, wer bleibt, und wie oft, wer wechselt?
prize_door <- c(2, 1, 3, 3, 1, 2, 2, 3, 1, 1)
contestant_choice <- c(2, 3, 1, 1, 1, 1, 3, 2, 2, 1)
monty_opens <- c(1, 2, 2, 2, 3, 3, 1, 1, 3, 2)
decision <- c("stay", "switch", "stay", "switch", "switch", "stay", "switch", "stay", "switch", "stay")
length(prize_door)LÖSUNG ANZEIGEN
mean(prize_door == contestant_choice) # 1.: 0.3
won <- (decision == "stay" & prize_door == contestant_choice) |
(decision == "switch" & prize_door != contestant_choice)
mean(won) # 3.: 0.6
mean(decision == "stay") # 4.: 0.5
mean(won[decision == "stay"]) # 5.: 0.4
mean(won[decision == "switch"]) # 5.: 0.8
mean() eines logischen Vektors ist der Anteil der TRUE, weil R TRUE
als 1 und FALSE als 0 rechnet. won[decision == "stay"] wählt aus won
nur die Stellen aus, an denen die Person geblieben ist. Zehn oder zwanzig
Spiele sind allerdings zu wenig, um daraus etwas zu schließen; deshalb
kommen als Nächstes mehr Daten.
Details
- Niveau
- Einstieg
- Module
- Empirisches Arbeiten
- Code
3175- Stand
- 3. November 2026
- Status
- veröffentlicht